Die Montoconchos sind meist nichts weiter als ein normales Motorrad mit einem Fahrer vorne drauf. Nicht selten sieht man 2 bis 3 Mitfahrer auf der Sitzbank mit reichlich Gepäck unter dem Arm und noch ein schweres Gepäckstück vor dem Fahrer auf dem Lenkrad. In Deutschland sicherlich eine Nummer für Zirkusakrobaten, in der Dominikanischen Republik von Touristen ängstlich bestaunter Alltag.
Aber auch bei wagemutigen Touristen erfreut sich das Motoconcho großer Beliebtheit für die kurzen Wege zum Strand, Einkaufen, Nightlife und wieder zurück zum Hotel. Auch wenn manch einer echte Erleichterung beim Absteigen spürt, sind Unfälle aufgrund der guten Fahrpraxis der Motoconcho Fahrer dem Vernehmen nach relativ selten. Beim gekonnten Umfahren aller nächtlichen Hindernisse und Schlaglöcher kann man sich selbst von der Leistungsfähigkeit und Ortskenntnis des Fahrers überzeugen.
Die größte Gefahr droht beim Absteigen am heißen Auspuff, der schon so manchem Fahrgast zu einer schönen Brandverletzung verholfen hat. Für Touristen mag es tröstlich sein, daß in der Apotheke (Farmacia) nicht viele Vokabeln nötig sind. Ein kleiner Fingerzeig auf das verletzte Bein und das Wort Motoconcho befördert die richtigen Heilmittel auf die Ladentheke.
Achten Sie bitte darauf, daß Sie immer genügend Kleingeld für das Motoconcho haben. Als Gringo oder Gringa sollte man nicht darauf spekulieren, daß man freiwillig Wechselgeld herausbekommt. Die Fahrer können in so einem Fall NIE wechseln. Man kann im Ernstfall versuchen, den Fahrer mit der Frage "Tienes cambio?" vorher in die Pflicht zu nehmen. Besser ist es jedoch in einer Hosentasche reichlich Kleingeld lose für die diversen Fahrten zu bunkern. Das bewahrt auch davor, auf nächtlicher Straße mit Bündeln von Dollarscheinen, Brieftaschen oder ähnlichem herumzufuchteln.
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